Flächenerfassung

Kartierung und Dokumentation der Standorte
Kartierung und Dokumentation der Standorte

Seit Frühjahr 2010 wurden die Grünflächen des Landes Baden-Württemberg in Tübingen fotografiert und in die Gruppen A, B und C eingeteilt. A bedeutet dabei, dass die Fläche optimal gepflegt ist und in einem guten Zustand ist. B bedeutet, dass die Fläche Potenzial aufweistt, weniger gemäht zu werden, dies allerdings noch nicht der Fall ist. Standorte der Gruppe C lassen keinen Spielraum für extensive Pflege zu, beispielsweise Sport- und Erholungs-flächen.

In Zusammenarbeit mit Verantwortlichen der Stadt- und Landes-verwaltung konnten wir Modellwiesen im Stadtgebiet von Tübingen anlegen, auf die wir die extensiven Mahdkonzepte anwenden.

Darüber hinaus führen wir eine Datenbank unserer Modellwiesen im Stadtgebiet. Sie dient der Dokumentation und Optimierung der Pflege der Standorte, um langfristig effektive Mahdkonzepte ausarbeiten zu können.

Über ein internes Monitoringprogramm versuchen wir zudem, den aktuellen Zustand unserer Modellwiesen regelmäßig zu dokumentieren. Falls Sie in der Nähe einer unserer Wiesen wohnen und uns dabei unterstützen möchten, sprechen Sie uns an - wir freuen uns über alle Interessierten!

Wissenschaftliche Untersuchungen

Gegenüberstellung von Wanzen-Funden auf extensiv gepflegten Wiesen und Rasenflächen (P. Unterweger)
Gegenüberstellung von Wanzen-Funden auf extensiv gepflegten Wiesen und Rasenflächen (P. Unterweger)

Seit Beginn an unterstützt und betreut die Intiative Bunte Wiese die Anfertigungn von studentischen Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, Diplom, Zulas-sungsarbeiten und Staatsexamen), die den Mehrwert extensiv gepflegter Wiesen gegenüber Rasenflächen untersuchen und Aspekte eines stadtweiten Flächen-managements aufgreifen. Darüber hinaus wurden unsere Erkenntnise in wissenschaftlichen Fachzeitschriftenn publiziert und auf Tagungen vorgestellt. Eine Liste unserer Arbeiten finden Sie im Bereich Unsere Publikationen.

Öffentlichkeitsarbeit

Infotafel an unseren Modellwiesen-Standorten
Infotafel an unseren Modellwiesen-Standorten

Unter den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit fällt alles, was mit der Kommunikation der Initiative nach außen zu tun hat. Zum einen möchten wir die Bürger von Tübingen über uns und unsere Ziele informieren.

So haben wir Infotafeln entworfen, auf denen sich Vorbeigehende über den Hintergrund unserer Modellflächen informieren können.

Zum anderen ist es uns wichtig, auch andere Leute zum Nachdenken und Mitmachen zu aktivieren. Denn neben den vielen öffentlichen Grünflächen bietet Tübingen selbstverständlich noch weitaus mehr Potenzial in den vielen Gärten und auf Privatgrundstücken. In der Rubrik Informationen für Gartenbesitzer haben wir Informationen zusammengestellt, die Ihnen beim Anlegen eines naturnahen Gartens helfen sollen. Darüber hinaus finden sich dort Informationen zu standortheimischem Saatgut sowie Broschüren anderer Organisationen.

 

Arbeit mit Kindern

Kinderuni-Forschertag 2016 (F. Albrecht ©Universität Tübingen)
Kinderuni-Forschertag 2016 (F. Albrecht ©Universität Tübingen)

Neben der Information der Bevölkerung liegt uns auch ganz besonders die Arbeit mit Kindern am Herzen, um bei ihnen früh das Interesse am Spielen in der Natur bzw. Verständnis für die Lebewesen in ihrer Umgebung zu wecken und Ängsten vor Insekten und anderen wirbellosen Tieren vorzubeugen. 2016 boten wir zahlreichen Kindern am Kinderuni-Forschertag die Möglichkeit die Tier- und Pflanzenwelt unserer Modellwiesen auf dem Gelände der Universität näher zu untersuchen. Lesen Sie hierzu einen Bericht von Tamara Ayoub.

2015 wurde das Projekt "Kinder in BUNTE(r) WIESE" von uns mitinitiiert. Im Zuge dieses Pilotprojekts legten wir gemeinsam mit Kindern der Grundschule Pfrondorf eine kleine Bunte Wiese auf dem Schulgelände an. So konnten die Kinder im Laufe des Jahres das Wachstum der Pflanzen sowie die Besiedelung der Wiese durch verschiedene Insekten miterleben.

 

Vorträge und universitäre Lehre

Die Bunte Wiese Tübingen informiert regelmäßig die Bevölkerung über den Nutzen und die ökologische Bedeutung von extensiv gepflegten Grünflächen. Zudem gibt sie Tipps zur naturnahen Gestaltung des eigenen Gartens. So beispielsweise auch beim Stadtteiltreff Herrlesberg/Lustnau zum Thema „Insekten auf dem Herrlesberg“ im Juni 2016.

Unsere weiteren Aktivitäten finden Sie im Kalender.

Tamara Ayoub stellt unsere Initiative auf dem "Stadteiltreff Herrlesberg" vor (Foto: S. Herbst)
Tamara Ayoub stellt unsere Initiative auf dem "Stadteiltreff Herrlesberg" vor (Foto: S. Herbst)